Leistung

Elektrosanierung in München

Alte Leitungen, zu wenige Stromkreise, kein durchgängiger FI-Schutz: Wir nehmen den Bestand auf und erneuern Ihre Elektrik dort, wo es technisch nötig ist. Von der einzelnen Wohnung bis zum Einfamilienhaus, geprüft und dokumentiert.

Neue Installationsdosen und Leitungen in der verputzten Wand einer Bestandswohnung

Ihre Vorteile auf einen Blick

Erst prüfen, dann entscheiden

Nicht jede ältere Anlage muss raus. Wir nehmen den Bestand auf, messen nach und sagen Ihnen, ob eine gezielte Teilsanierung reicht oder ob sich die vollständige Erneuerung rechnet.

Umfang vor dem ersten Schlitz

Sie bekommen nach der Besichtigung einen schriftlich beschriebenen Sanierungsumfang: welche Räume, welche Stromkreise, welche Nebenarbeiten. Damit wissen Sie vor Beginn, was passiert und was es kostet.

Abschnittsweise statt Totalausfall

Wir teilen die Arbeiten in Bereiche und stimmen jede Abschaltung vorher ab. Welche Stromkreise währenddessen nutzbar bleiben, hängt vom Bestand ab und wird nach der Bestandsaufnahme festgelegt.

Elektrik erneuern, bevor der Bestand zum Dauerproblem wird

Eine ältere Elektroinstallation ist nicht automatisch unsicher. Entscheidend sind der tatsächliche Zustand, die vorhandenen Schutzmaßnahmen, welche Änderungen im Lauf der Jahre vorgenommen wurden und wie das Gebäude heute genutzt wird. Genau deshalb beginnt eine Elektrosanierung bei uns nicht mit dem Stemmhammer, sondern mit dem Messgerät.

Der Grund für den Sanierungsstau ist fast immer derselbe. Die Anlagen wurden für eine Zeit geplant, in der eine Wohnung mit zwei bis drei Stromkreisen auskam. Heute stehen Induktionskochfeld, Geschirrspüler, Trockner, zwei Arbeitsplätze im Homeoffice und womöglich eine Wärmepumpe oder eine Wallbox im Raum. Die Leitungen dazwischen sind dieselben geblieben.

Wir sehen uns deshalb die ganze Anlage an, nicht nur die Steckdose, die gerade Ärger macht:

  • Leitungen, Querschnitte und Verlegeart
  • Netzform, Schutzleiter und vorhandene Schutzmaßnahmen
  • Aufbau und Zustand der Unterverteilung
  • Anzahl und Aufteilung der Stromkreise
  • Zuleitung, Zählerplatz und verfügbare Anschlussleistung
  • geplante Verbraucher und was in fünf Jahren dazukommen soll
  • vorhandene Dokumentation, sofern es welche gibt
  • bauliche Leitungswege: Schächte, Leerrohre, abgehängte Decken

Erst danach bekommen Sie eine Empfehlung. Und die lautet nicht in jedem Fall, dass alles raus muss.

Wann eine Elektrosanierung sinnvoll ist

Typische Anlässe für eine Elektrosanierung sind:

  • Kauf einer älteren Wohnung oder eines Bestandshauses
  • Renovierung vor dem Einzug, solange die Räume leer sind
  • Mieterwechsel als Zeitfenster für die vermietete Wohnung
  • Umbau von Küche oder Bad, bei dem die Wände ohnehin offen sind
  • Schraubsicherungen oder eine über Jahrzehnte gewachsene Verteilung
  • fehlender oder nur teilweise vorhandener Fehlerstromschutz
  • zu wenige Steckdosen und dauerhaft verlegte Mehrfachstecker
  • Sicherungen, die im Alltag regelmäßig auslösen
  • warme Steckdosen, Schalter oder Klemmstellen
  • brüchige oder beschädigte Leitungsisolierungen
  • Erweiterungen früherer Jahrzehnte, zu denen niemand mehr Unterlagen hat
  • geplante Wallbox, Wärmepumpe oder eine neue Küche

Wenn bei Ihnen gerade etwas akut ist: Bei Brandgeruch, Funkenbildung, ungewöhnlicher Wärme oder einem Schutzschalter, der sofort wieder auslöst, nutzen Sie den betroffenen Stromkreis bitte nicht weiter. Schalten Sie ihn ab, sofern das gefahrlos möglich ist, und melden Sie sich telefonisch. Bei Rauch oder Feuer wählen Sie zuerst den Notruf 112. Erste Schritte zur Eingrenzung stehen im Ratgeber Stromausfall im Haus.

Neue Installationsdosen mit Adern in Blau, Braun und Grüngelb in der Wand einer Bestandswohnung
Bei der Rohinstallation setzen wir die Dosen neu und ziehen die Leitungen bis zur Verteilung durch. Erst danach wird verputzt und gemalert.

Was wir bei einer Elektrosanierung erneuern

Der Umfang richtet sich nach Gebäude und Befund. Diese Bereiche stehen dabei regelmäßig auf dem Tisch.

Stromleitungen und Stromkreise

Wir ersetzen ungeeignete oder beschädigte Leitungen und teilen die Stromkreise so auf, wie die Wohnung heute genutzt wird. Leistungsstarke Verbraucher wie Kochfeld, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Wallbox oder Wärmepumpe werden dabei über passend dimensionierte, in der Regel eigene Stromkreise versorgt. Wie viele Kreise sinnvoll sind, hängt weniger an der Quadratmeterzahl als an der Ausstattung und an der verfügbaren Anschlussleistung.

Unterverteilung und Sicherungskasten

Alte Verteilungen kommen raus, die neue wird auf Hutschiene aufgebaut, mit Reserveplätzen und beschrifteten Stromkreisen. Wenn bei Ihnen nur die Verteilung das Problem ist und die Leitungen in Ordnung sind, ist das eine eigene, deutlich kleinere Baustelle: Dafür haben wir eine eigene Seite zu Unterverteilung und Sicherungskasten.

FI-Schutz und Überspannungsschutz

Wir legen fest, welche Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen für die geänderten Anlagenteile erforderlich sind und ob ein Überspannungsschutz vorzusehen ist. Im Altbau hängt das direkt an der Netzform: Wo noch klassische Nullung liegt, ist der FI keine Nachrüstung, sondern das Ergebnis erneuerter Stromkreise. Welche FI-Typen wo vorgeschrieben sind, steht ausführlich im Ratgeber zur Fehlerstromschutzschalter-Pflicht.

Steckdosen, Schalter und Lichtauslässe

Die Sanierung ist der Moment, in dem die Anzahl und die Position der Auslässe neu festgelegt werden. Wir gehen dafür mit Ihnen die Räume durch: wo die Möbel stehen, wo gearbeitet wird, wo die Küchenzeile hinkommt. Zusätzliche Auslässe lassen sich während der Rohinstallation deutlich wirtschaftlicher vorsehen als später durch fertige Wände und Oberflächen.

Netzwerk und Gebäudetechnik

Auf Wunsch legen wir Netzwerkleitungen, Anschlüsse für Sprechanlagen und die Vorbereitung für Smart Home gleich mit. Der Aufwand dafür ist im offenen Zustand gering, weil ohnehin gezogen wird.

Zählerschrank und Anschlussleistung

Nicht bei jeder Sanierung muss der Zählerschrank ersetzt werden. Wir prüfen aber, ob Zählerplatz, Zuleitung und Anschlussleistung zur erneuerten Anlage passen. Ist ein Umbau erforderlich, weisen wir ihn getrennt aus und übernehmen die Abstimmung mit dem Netzbetreiber. Einzelheiten stehen auf der Seite zur Zählerschrankmodernisierung.

Teilsanierung oder vollständige Erneuerung

Die Frage entscheidet über den Preis und über die Belastung im Alltag. Sie lässt sich erst nach der Bestandsaufnahme beantworten, folgt aber wiederkehrenden Mustern.

Ausgangslage Typische Lösung
Leitungen und Schutzmaßnahmen technisch in Ordnung Gezielte Erweiterung, zusätzliche Stromkreise
Nur Küche, Bad oder einzelne Räume werden umgebaut Raumweise Teilsanierung
Verteilung veraltet, Leitungen aber weiter nutzbar Neue Unterverteilung, ausgewählte Stromkreise neu
Anlage über Jahrzehnte unsystematisch erweitert Neuordnung, Sanierung in geplanten Abschnitten
Zwei-Leiter-Installation oder klassische Nullung in großen Bereichen Erneuerung der betroffenen Stromkreise inklusive Schutzleiter
Leitungen beschädigt oder messtechnisch auffällig Austausch der betroffenen Leitungen
Wohnung wird entkernt oder neu aufgeteilt Komplette Neuinstallation
Wallbox, Wärmepumpe und weitere Großverbraucher geplant Prüfung der Gesamtanlage inklusive Zuleitung

Eine Teilsanierung lohnt sich nur, wenn die verbleibenden Teile technisch weiterverwendbar sind. Sonst entstehen mehrere Baustellen hintereinander, jede mit eigenem Staub, eigenem Termin und eigener Anfahrt. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn wir den zweistufigen Weg für den teureren halten.

Bauten der 1950er bis 1970er Jahre im Münchner Osten

Trudering, Berg am Laim und die angrenzenden Viertel sind von Nachkriegsbauten geprägt, und die haben ein wiederkehrendes Elektro-Profil. Typisch ist eine Anlage, die über Jahrzehnte erweitert wurde, ohne dass jemand sie noch einmal als Ganzes geplant hätte.

  • zwei bis vier Stromkreise für eine komplette Wohnung
  • Küche und Wohnräume gemeinsam abgesichert
  • Schraubsicherungen oder frühe Leitungsschutzschalter
  • FI-Schutz fehlt oder deckt nur das Bad ab
  • keine freien Teilungseinheiten für zusätzliche Schutzeinrichtungen
  • Leitungen aus mehreren Umbauphasen nebeneinander
  • kein Stromkreisverzeichnis
  • zu wenige Steckdosen für die heutige Nutzung
  • keinerlei Vorbereitung für Wallbox, Wärmepumpe oder Gebäudetechnik

In älteren Gebäuden kommen Zwei-Leiter-Installationen und klassische Nullung dazu. Solche Anlagen lassen sich nicht durch den Tausch einzelner Betriebsmittel modernisieren. Der Zustand muss gemessen und fachlich bewertet werden, und in der Regel folgt daraus die Erneuerung der betroffenen Stromkreise einschließlich Schutzleiter. Für die Stadtteile rund um unseren Betrieb finden Sie eigene Seiten zu Trudering, Waldtrudering und Berg am Laim.

Elektriker verdrahtet einen Steckdoseneinsatz in der Installationsdose
Nach Putz- und Malerarbeiten folgt die Endmontage: Einsätze setzen, verdrahten, ausrichten und anschließend die ganze Anlage durchmessen.

Elektrosanierung im bewohnten Zustand

Die häufigste Frage vor dem Angebot lautet, ob man während der Arbeiten in der Wohnung bleiben kann. Die ehrliche Antwort hängt am Umfang.

Eine Teilsanierung lässt sich in bewohnten Wohnungen meist umsetzen. Wir arbeiten raumweise und schalten nur den Bereich frei, an dem gerade gearbeitet wird. Wie kurz die Abschaltzeiten ausfallen und welche Stromkreise durchlaufen können, hängt an der vorhandenen Aufteilung. Das klären wir vor Beginn und nicht auf der Baustelle.

Bei einer vollständigen Neuverdrahtung ist das anders. Dabei entstehen regelmäßig:

  • Stemmarbeiten in allen betroffenen Räumen
  • Staub und Lärm über mehrere Tage
  • zeitweise abgeschaltete Stromkreise
  • Räume, die tageweise nicht nutzbar sind
  • Abstimmung mit Putz-, Maler- und Trockenbauarbeiten
  • Einschränkungen für Küche, Bad und Homeoffice

Deshalb liegt die Komplettsanierung am besten im Leerstand oder in einer ohnehin geplanten Renovierung. Bei vermieteten Wohnungen ist der Mieterwechsel das naheliegende Fenster. Was Vermieter dabei rechtlich und organisatorisch beachten sollten, steht ausführlich im Ratgeber zur Elektrosanierung im Münchner Altbau. Wie der Leitungstausch technisch abläuft, erklären wir unter Leitungen im Altbau erneuern.

Was eine Elektrosanierung in München kostet

Die Kosten hängen nicht allein an der Wohnfläche. Diese Faktoren verschieben den Preis am deutlichsten:

  • Zustand der vorhandenen Leitungen und wie viel davon bleiben kann
  • Teilsanierung oder vollständige Neuinstallation
  • Anzahl der Räume, Stromkreise und Auslässe
  • Leitungswege, Wandaufbau und Deckenhöhen
  • bewohnter oder leerer Zustand
  • Umfang der Stemmarbeiten und der Wiederherstellung
  • neue Unterverteilung, gegebenenfalls neuer Zählerschrank
  • Netzwerk, Smart Home und weitere Sonderausstattung
  • Koordination mit anderen Gewerken

Eine belastbare Zahl entsteht erst nach der Bestandsaufnahme. Wohnfläche allein sagt wenig darüber aus, wie viel Leitung neu gezogen werden muss, wie aufwendig die Wege sind und wie viel Wiederherstellung dazukommt. Nach der Besichtigung erhalten Sie einen abgegrenzten Leistungsumfang und ein nachvollziehbares Angebot, aufgeteilt nach Rohinstallation, Verteilung, Ausstattung und Nebenarbeiten. Richtwerte für Neubau und einzelne Erweiterungen stehen in der Kostentabelle auf der Seite zur Elektroinstallation. Was den Preis im Detail treibt, erklären wir im Ratgeber Was kostet ein Elektriker in München.

Heute mitdenken, was in fünf Jahren dazukommt

Die Wand ist offen, die Leitungen liegen frei: Das ist der einzige günstige Zeitpunkt für alles, was später einmal gebraucht wird. Wir sehen deshalb standardmäßig vor:

  • Reserveplätze in der Unterverteilung
  • zusätzliche Leerrohre auf den Hauptwegen
  • getrennte Stromkreise für die großen Verbraucher
  • Zuleitung und Querschnitt für eine Wallbox
  • Vorbereitung für eine Wärmepumpe, samt Steuerbarkeit nach Paragraf 14a EnWG
  • Netzwerkleitungen für Homeoffice und Gebäudetechnik
  • Vorbereitung für KNX oder ein Funksystem
  • ausreichend Anschlüsse für eine moderne Küche

Was jetzt mitverlegt wird, muss später nicht durch fertige Wände. Das ist keine Verkaufslogik, sondern schlicht die Reihenfolge der Gewerke.

Fertig montierte Steckdosenserie nach der Sanierung, gesetzt in einem gemeinsamen Rahmen
Am Ende steht mehr als eine sichere Anlage: genügend Anschlüsse an den Stellen, an denen sie im Alltag gebraucht werden.

Für Eigentümer, Käufer, Vermieter und Verwaltungen

Beim Wohnungskauf ist die Elektrik einer der Posten, die im Exposé nie auftauchen. Wer vor dem Notartermin wissen will, was auf ihn zukommt, bekommt von uns eine Einschätzung nach einer Besichtigung. Wenn es nur um den Zustandsnachweis geht, ist der E-Check das passendere Instrument.

Vermieter sanieren am günstigsten im Mieterwechsel. Der Aufwand ist geringer, die Abstimmung einfacher und die Wohnung danach wieder für Jahre unauffällig.

Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften haben zusätzlich die Frage nach der Zuständigkeit. Welche Anlagenteile zur einzelnen Wohnung gehören und welche zur gemeinschaftlichen Versorgung, klären wir vorab. Maßgeblich sind der technische Aufbau, die versorgten Bereiche und die Teilungserklärung. Wie wir mit Verwaltungen arbeiten, von der Objektaufnahme bis zur Dokumentation im Objektordner, steht unter Gewerbe und Hausverwaltungen.

Elektrosanierung in München und im Umland

Wir arbeiten im Münchner Stadtgebiet und im östlichen Umland, von unserem Betrieb in der Edeltraudstraße in Trudering aus. Regelmäßig im Einsatz sind wir unter anderem in Trudering, Waldtrudering, Berg am Laim, Riem, Haar, Putzbrunn, Vaterstetten, Baldham, Feldkirchen, Aschheim, Kirchheim, Grasbrunn, Neubiberg, Ottobrunn und Unterföhring. Bei größeren Projekten prüfen wir weitere Orte einzeln.

Kurze Wege sind bei einer Sanierung kein Nebenaspekt. Sie entscheiden darüber, wie schnell jemand da ist, wenn während der Bauphase etwas dazwischenkommt.

So läuft es ab

In 5 Schritten zum fertigen Projekt

  1. Anfrage und erste Einordnung

    Sie schildern uns Objekt, Baujahr und Vorhaben. Fotos von Verteilung und Zählerschrank sowie ein Grundriss reichen für eine erste Einschätzung am Telefon.

  2. Bestandsaufnahme vor Ort

    Wir öffnen die Verteilung, prüfen Schutzleiter, Netzform und Stromkreise, messen die Abschaltbedingungen und sehen uns die Leitungswege an.

  3. Planung und Angebot

    Sie erhalten einen abgegrenzten Umfang: Teilsanierung oder Komplettsanierung, Anzahl der Stromkreise, Ausstattung, Nebenarbeiten. Ohne offene Posten.

  4. Ausführung in Abschnitten

    Wir arbeiten raumweise, stimmen Abschaltzeiten ab und koordinieren die Schnittstellen zu Maler, Putzer und Trockenbau.

  5. Prüfung und Übergabe

    Neu errichtete und geänderte Anlagenteile werden nach DIN VDE 0100-600 geprüft. Sie erhalten Messprotokoll, beschriftetes Stromkreisverzeichnis und die Anlagendokumentation.

Häufige Fragen zur Elektrosanierung

Muss alte Elektrik immer komplett erneuert werden?

Nein. Das Baujahr allein ist keine Diagnose. Entscheidend sind der Zustand der Leitungen, die vorhandenen Schutzmaßnahmen, spätere Umbauten und die Nutzung, die Sie heute planen. Es gibt Wohnungen aus den 1970er Jahren, bei denen eine neue Unterverteilung und zwei zusätzliche Stromkreise genügen. Und es gibt Anlagen, bei denen jeder Teilschritt Geld in eine Substanz steckt, die ohnehin raus muss. Was bei Ihnen gilt, sagen wir nach der Bestandsaufnahme.

Müssen bei einer Elektrosanierung die Wände aufgestemmt werden?

Wenn neue Leitungen unter Putz sollen, sind Schlitze und Dosenbohrungen nötig. Reduzieren lässt sich das über vorhandene Leerrohre, Installationsschächte, abgehängte Decken, Fußleistenkanäle oder eine Aufputzlösung im Keller und in Nebenräumen. Welche Wege in Ihrem Gebäude möglich sind, sehen wir bei der Besichtigung. Bei tragenden Wänden und im Denkmalschutz gelten zusätzliche Einschränkungen.

Geht eine Elektrosanierung auch in einer bewohnten Wohnung?

Eine Teilsanierung häufig ja. Wir planen die Arbeiten möglichst raumweise und stimmen notwendige Abschaltungen vorher mit Ihnen ab. Welche Bereiche währenddessen weiter versorgt werden können, hängt von der vorhandenen Stromkreisaufteilung und vom Umfang ab. Eine vollständige Neuverdrahtung ist im bewohnten Zustand deutlich aufwendiger: Staub, Lärm, abgeschaltete Stromkreise und Räume, die tageweise nicht nutzbar sind. Sie lässt sich meist einfacher umsetzen, wenn die Wohnung leer steht oder ohnehin renoviert wird. Bei vermieteten Wohnungen ist der Mieterwechsel das naheliegende Zeitfenster.

Wie lange dauert eine Elektrosanierung?

Das hängt an Umfang, Fläche, Leitungswegen und den anderen Gewerken. Eine raumweise Teilsanierung ist oft in einzelnen Terminen erledigt. Für die Komplettsanierung einer Wohnung planen wir Rohinstallation und Endmontage getrennt, dazwischen liegen Putz-, Maler- und Bodenarbeiten. Den konkreten Ablauf- und Terminplan bekommen Sie nach der Besichtigung, abgestimmt auf Ihren Bauzeitenplan.

Was kostet es, die Elektrik einer Wohnung komplett zu erneuern?

Eine seriöse Zahl gibt es erst nach der Bestandsaufnahme. Den Preis bestimmen vor allem der Anteil an Leitungen, der wirklich neu muss, die Leitungswege und der Wandaufbau, die Ausstattung, der bewohnte oder leere Zustand und die Frage, ob der Zählerplatz mitgeht. Nach der Besichtigung bekommen Sie einen abgegrenzten Leistungsumfang und ein nachvollziehbares Angebot, aufgeteilt nach Rohinstallation, Verteilung, Ausstattung und Nebenarbeiten. Was den Preis im Einzelnen treibt, erklären wir im Ratgeber zu den Kosten eines Elektrikers in München.

Kann man bei klassischer Nullung einfach einen FI-Schalter einbauen?

Nicht pauschal. Bei klassischer Nullung sind Schutz- und Neutralleiter in einem gemeinsamen PEN-Leiter geführt. Innerhalb eines TN-C-Abschnitts darf kein Fehlerstromschutzschalter eingesetzt werden. Möglich wird er erst hinter der fachgerechten Auftrennung des PEN-Leiters in Schutzleiter und Neutralleiter. Ob und wie weit dafür Endstromkreise mit separatem Schutzleiter erneuert werden müssen, ergibt sich aus Netzform, Leitungsführung und Messung. Genau deshalb ist der FI im Altbau selten eine Einzelmaßnahme, sondern Teil der Sanierung.

Bekomme ich nach der Sanierung ein Prüfprotokoll?

Ja. Neu errichtete und geänderte Anlagenteile prüfen wir nach DIN VDE 0100-600 durch Besichtigen, Erproben und Messen. Sie erhalten das Protokoll mit Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz und Auslöseprüfung der FI-Schutzschalter, dazu ein beschriftetes Stromkreisverzeichnis. Diese Unterlagen können Sie gegenüber Versicherung, Käufer, Sachverständigen und späteren Fachbetrieben vorlegen.

Muss der Zählerschrank mit erneuert werden?

Nicht zwangsläufig. Wir prüfen, ob Zählerplatz, Zuleitung und Anschlussleistung zur sanierten Anlage und zu den geplanten Verbrauchern passen. Oft bleibt der Zählerschrank stehen und nur die Unterverteilung dahinter wird neu. Ist der Zählerplatz selbst veraltet oder verlangt der Messstellenbetreiber ohnehin einen Umbau, weisen wir das getrennt aus und stimmen es mit dem Netzbetreiber ab.

Ihre Elektrik soll erneuert werden? Wir sehen uns den Bestand an.

Verbindliche Festpreisangebote, saubere Dokumentation und feste Ansprechpartner. Wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.

Jetzt unverbindlich anfragen

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben, wir melden uns so schnell wie möglich mit einer ersten Einschätzung und einem Terminvorschlag.

Ihr Ansprechpartner Christian Rucker, Elektrotechnikermeister
Je genauer Ihre Beschreibung, desto schneller können wir ein Angebot erstellen.
Bis zu 10 Dateien, je max. 5 MB. Fotos von Sicherungskasten und Zählerschrank helfen uns bei der Einschätzung, bei Sanierungen zusätzlich Grundrisse oder vorhandene Elektropläne. Bitte nur fotografieren, wenn das gefahrlos möglich ist: keine Abdeckungen entfernen, keine plombierten Bereiche öffnen, nichts berühren.

* Pflichtfelder. Ihre Daten verarbeiten wir nach unserer Datenschutzerklärung, um Ihre Anfrage zu bearbeiten, ein Angebot vorzubereiten und das Formular sicher zu betreiben.