Leistung

Unterverteilung und Sicherungskasten in München

Wenn die Sicherung fliegt, der FI fehlt oder kein Platz mehr für einen neuen Stromkreis ist, liegt das selten am Zähler, sondern an der Verteilung dahinter. Wir erneuern Ihre Unterverteilung normgerecht, messen sie durch und beschriften jeden Stromkreis.

Unterverteilung in München mit Reihen aus Leitungsschutzschaltern und FI-Schutzschaltern auf Hutschiene

Ihre Vorteile auf einen Blick

FI-Schutz nachrüsten

In vielen Münchner Altbauten fehlt der Fehlerstromschutzschalter noch ganz oder deckt nur einen Teil der Stromkreise ab. Wir rüsten ihn nach und prüfen die Abschaltbedingungen mit kalibrierten Messgeräten.

Mehr Stromkreise, weniger Ärger

Wenn die Sicherung fliegt, sobald Wasserkocher und Mikrowelle zusammen laufen, sind die Stromkreise zu knapp bemessen. Wir teilen sie neu auf und schaffen Reserve für später.

Ohne Netzbetreibertermin planbar

Die Unterverteilung sitzt hinter dem Zähler und gehört zur Kundenanlage. Anders als beim Zählerplatz brauchen wir dafür keine Freischaltung durch die SWM, der Termin liegt allein bei Ihnen und uns.

Sicherungskasten, Unterverteilung, Zählerschrank: was ist was?

Im Alltag heißt alles Sicherungskasten. Technisch sind es zwei Dinge, und der Unterschied entscheidet darüber, wer beteiligt ist und wie schnell es geht.

Der Zählerschrank ist die Schnittstelle zum Netzbetreiber. Dort sitzen Zähler und Hauptsicherung, dort hängt die Plombe, und Arbeiten daran werden bei der SWM Infrastruktur München angemeldet. Wer eine Wallbox oder Wärmepumpe anschließen will oder ein Smart Meter gesetzt bekommt, landet fast immer hier.

Die Unterverteilung steht dahinter und gehört zu Ihrer Anlage. Sie verteilt den Strom auf die einzelnen Stromkreise: Küche, Bad, Wohnzimmer, Außensteckdosen. Hier sitzen Leitungsschutzschalter und Fehlerstromschutzschalter. Wer mehr Stromkreise braucht, den FI nachrüsten will oder alte Schraubsicherungen loswerden möchte, ist hier richtig. Und weil kein Netzbetreiber beteiligt ist, hängt der Termin allein an Ihnen und uns.

Wann sich die Erneuerung wirklich lohnt

Nicht jede alte Verteilung muss raus. Es gibt aber Befunde, bei denen wir klar dazu raten:

  • Schraubsicherungen statt Automaten. Sie lassen sich überbrücken, altern unbemerkt und lassen keine Aussage über die Auslösecharakteristik zu.
  • Kein oder unvollständiger FI-Schutz. In vielen Wohnungen aus den 1960er bis 1980er Jahren fehlt er ganz oder deckt nur das Bad ab.
  • Zu wenige Stromkreise. Wenn Küche und halbe Wohnung an einer Sicherung hängen, ist jede Nachrüstung eine Notlösung.
  • Kein Platz mehr. Ohne freie Teilungseinheiten lässt sich weder ein Stromkreis ergänzen noch ein Überspannungsschutz nachrüsten.
  • Fehlende Beschriftung. Wer im Störungsfall raten muss, welcher Automat wohin gehört, verliert Zeit an genau der falschen Stelle.
  • Hitzespuren oder lose Klemmen. Verfärbungen an Klemmstellen gehören zeitnah geprüft, nicht beobachtet.

Wenn bei Ihnen gerade akut etwas ist, etwa Brandgeruch oder ein Schutzschalter, der sofort wieder auslöst, nutzen Sie den betroffenen Stromkreis bitte nicht weiter und melden Sie sich telefonisch. Erste Schritte zur Eingrenzung stehen in unserem Ratgeber Stromausfall im Haus.

Fehlerstromschutzschalter nachrüsten

Der FI ist die wirksamste Einzelmaßnahme gegen einen Stromschlag: Er trennt den Stromkreis, bevor der Strom über den Körper gefährlich wird. Für Bestandsanlagen gibt es keine Nachrüstpflicht allein wegen des Alters. Sobald aber Stromkreise geändert oder erweitert werden, gelten für den geänderten Teil die heutigen Anforderungen.

In der Praxis heißt das: Wer ohnehin die Verteilung anfasst, sollte den FI gleich mitnehmen. Welche Typen wo vorgeschrieben sind und was im Altbau gilt, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur Fehlerstromschutzschalter-Pflicht.

Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter in einer Unterverteilung, wie sie Rucker Elektro in München einbaut
Der FI-Schutzschalter links erkennt Fehlerströme und trennt den Stromkreis, bevor es gefährlich wird. Rechts daneben die Leitungsschutzschalter der einzelnen Stromkreise.

Altbau in München: die typischen Ausgangslagen

Der Münchner Wohnungsbestand ist überschaubar in seinen Baujahren, und daran hängt fast immer, was wir in der Verteilung vorfinden.

In Altbauten vor 1950, wie sie in Haidhausen, der Isarvorstadt oder Teilen von Schwabing stehen, treffen wir häufig auf klassische Nullung ohne separaten Schutzleiter. Dort lässt sich ein FI-Schutzschalter nicht einfach nachrüsten, weil ihm die Bezugsgröße fehlt. Hier ist die Verteilung nur ein Teil der Aufgabe, die Leitungen gehören mit auf den Tisch.

In den Nachkriegsbauten der 1950er bis 1970er Jahre, die den Münchner Osten prägen, sind Schutzleiter meist vorhanden, aber die Stromkreise sind für die damalige Last ausgelegt: zwei bis drei für eine ganze Wohnung. Küche und Bad hängen oft zusammen. Das ist der häufigste Fall, in dem eine neue Unterverteilung allein schon spürbar etwas ändert.

Ab den 1980er Jahren ist der FI meist vorhanden, deckt aber häufig nur das Bad ab, weil das damals der Stand war. Hier geht es weniger um Sicherheit von Grund auf als um Erweiterung: zusätzliche Stromkreise, ein FI für die ganze Wohnung, Platz für Überspannungsschutz.

Welche dieser Lagen bei Ihnen vorliegt, sehen wir bei der Bestandsaufnahme in zwanzig Minuten. Für die Stadtteile rund um unseren Betrieb finden Sie eigene Seiten zu Trudering, Waldtrudering und Berg am Laim.

Wie viele Stromkreise braucht eine Wohnung wirklich?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, aber eine Faustregel aus der Praxis: Getrennte Stromkreise gehören für Küche, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner, Bad, Wohnräume und Beleuchtung. Wer eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder eine Klimaanlage plant, braucht jeweils einen eigenen dazu.

Der Grund ist nicht nur Komfort. Hängen zu viele Verbraucher an einem Kreis, löst die Sicherung im Alltag aus, und irgendwann wird der falsche Weg gewählt: ein stärkerer Automat statt einer sauberen Aufteilung. Das verlagert das Problem von der Sicherung in die Leitung, und dort ist es gefährlich.

Bei der Planung legen wir deshalb nicht nur die Stromkreise fest, die Sie heute brauchen, sondern lassen Platz für zwei bis drei weitere. Teilungseinheiten im Schrank kosten beim Einbau fast nichts. Nachträglich einen zweiten Verteiler zu setzen, weil kein Platz mehr ist, kostet deutlich mehr.

Unterverteilung im Mehrparteienhaus

In Mehrparteienhäusern kommen zwei Dinge dazu. Erstens die Frage, wer zuständig ist: Die Verteilung in der Wohnung gehört in der Regel zum Sondereigentum, die Steigleitungen und der Zählerplatz zum Gemeinschaftseigentum. Wer nur seine Wohnungsverteilung erneuern lässt, braucht dafür meist keinen Beschluss der Eigentümergemeinschaft.

Zweitens die Reihenfolge. Wenn absehbar ist, dass die Steigleitung ohnehin erneuert wird, lohnt es sich, beides zu koordinieren. Wir sprechen das auf Wunsch direkt mit Ihrer Hausverwaltung ab. Wie wir mit Verwaltungen und WEGs arbeiten, steht unter Gewerbe und Hausverwaltungen.

Was Sie nach dem Umbau in der Hand haben

Eine erneuerte Verteilung ist erst fertig, wenn sie nachvollziehbar dokumentiert ist. Sie erhalten von uns ein Messprotokoll nach DIN VDE 0100-600 mit Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand und Auslösezeiten sowie ein Stromkreisverzeichnis, in dem jeder Automat einem Raum und einem Verbraucher zugeordnet ist. Diese Unterlagen können Sie gegenüber Versicherern, Sachverständigen oder einem späteren Fachbetrieb vorlegen.

Wird die Verteilung im Rahmen einer größeren Sanierung erneuert, gehen wir sie meist zusammen mit den Leitungen an. Wie das abläuft, steht auf unserer Seite zur Elektroinstallation. Für Objekte mit mehreren Einheiten finden Sie die passenden Abläufe unter Gewerbe und Hausverwaltungen.

So läuft es ab

In 4 Schritten zum fertigen Projekt

  1. 01

    Bestandsaufnahme vor Ort

    Wir öffnen die vorhandene Verteilung, prüfen Zuleitung, Schutzleiter und Belegung und klären, was Sie künftig anschließen möchten.

  2. 02

    Planung der Stromkreise

    Wir legen fest, welche Stromkreise getrennt werden, wo FI-Schutz nötig ist und wie viele Reserveplätze sinnvoll sind. Sie bekommen den Umfang schriftlich, bevor gearbeitet wird.

  3. 03

    Umbau an einem Termin

    Die alte Verteilung kommt raus, die neue auf Hutschiene rein: Leitungsschutzschalter, FI-Schutz, Überspannungsschutz wo erforderlich, jede Klemme beschriftet.

  4. 04

    Messung und Dokumentation

    Wir messen Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand und Auslösezeiten nach DIN VDE 0100-600 und übergeben Ihnen das Protokoll mit einem beschrifteten Stromkreisverzeichnis.

Häufige Fragen zur Unterverteilung

Ist der Sicherungskasten dasselbe wie der Zählerschrank?

Nicht ganz, auch wenn im Alltag beides Sicherungskasten genannt wird. Der Zählerschrank ist der Zählerplatz: dort sitzen Zähler, Hauptsicherung und die Schnittstelle zum Netzbetreiber, und Arbeiten daran werden bei der SWM Infrastruktur München angemeldet. Die Unterverteilung steht dahinter, gehört zu Ihrer Anlage und verteilt den Strom auf die einzelnen Stromkreise in Wohnung oder Haus. Oft sitzen beide im selben Schrank, manchmal getrennt in Flur oder Keller.

Woran erkenne ich, dass meine Unterverteilung erneuert werden sollte?

Typische Anzeichen sind Schraubsicherungen statt Leitungsschutzschaltern, ein fehlender oder nur teilweise vorhandener FI-Schutzschalter, Sicherungen die regelmäßig auslösen, kein Platz mehr für zusätzliche Stromkreise, fehlende oder unleserliche Beschriftung und sichtbare Hitzespuren an Klemmen. Auch ein Schrank aus Holz oder mit offen liegenden Teilen gehört ersetzt.

Muss ich einen FI-Schutzschalter nachrüsten lassen?

Für Bestandsanlagen gibt es keine allgemeine Nachrüstpflicht allein wegen des Alters. Sobald aber Stromkreise geändert oder erweitert werden, gelten für den geänderten Teil die heutigen Anforderungen, und dazu gehört der Fehlerstromschutz. Unabhängig von der Pflicht ist der FI die wirksamste Einzelmaßnahme gegen einen Stromschlag. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zur Fehlerstromschutzschalter-Pflicht.

Wie lange dauert der Umbau und wie lange ist der Strom weg?

Für eine Wohnung planen wir in der Regel einen Arbeitstag ein, im Einfamilienhaus je nach Anzahl der Stromkreise auch etwas länger. Der Strom ist dabei nicht durchgehend weg: Wir schalten den betroffenen Bereich frei, arbeiten daran und geben ihn wieder frei. Den Ablauf stimmen wir vorher mit Ihnen ab, damit Homeoffice, Kühlschrank oder Praxisbetrieb planbar bleiben.

Kann ich die Unterverteilung erneuern lassen, ohne den Zählerschrank anzufassen?

In vielen Fällen ja, und dann ist es auch der schnellere Weg. Voraussetzung ist, dass Zuleitung und Zählerplatz technisch in Ordnung sind und genug Leistung bereitstellen. Ist der Zählerschrank selbst veraltet oder verlangt der Messstellenbetreiber ohnehin einen neuen Zählerplatz, ist es sinnvoller, beides in einem Zug zu machen. Was in Ihrem Fall gilt, sagen wir nach der Bestandsaufnahme.

Machen Sie das auch in Mehrparteienhäusern und im Gewerbe?

Ja. In Mehrparteienhäusern erneuern wir Wohnungsverteilungen einzeln oder im Rahmen einer Sanierung, in Abstimmung mit Eigentümern oder Hausverwaltung. Für Gewerbeobjekte übernehmen wir auch Unterverteilungen für einzelne Bereiche und binden sie in die vorhandene Anlage ein. Für Hausverwaltungen und Gewerbekunden haben wir eine eigene Übersicht.

Fliegt bei Ihnen regelmäßig die Sicherung? Wir schauen es uns an.

Verbindliche Festpreisangebote, saubere Dokumentation und feste Ansprechpartner. Wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.

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Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben, wir melden uns so schnell wie möglich mit einer ersten Einschätzung und einem Terminvorschlag.

Ihr Ansprechpartner Christian Rucker, Elektrotechnikermeister
Je genauer Ihre Beschreibung, desto schneller können wir ein Angebot erstellen.
Bis zu 10 Dateien, je max. 1 MB. Fotos vom Zählerschrank helfen uns bei der Einschätzung. Bitte nur fotografieren, wenn das gefahrlos möglich ist: keine Abdeckungen entfernen, keine plombierten Bereiche öffnen, nichts berühren.

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