ab 1936
Die Maikäfersiedlung und der soziale Wohnungsbau
An Bad-Schachener-, Echardinger und St.-Michael-Straße entstand ab 1936 die Volkswohnungsanlage Berg am Laim, die erste ihrer Art in München. Der Stadtrat beschloss sie am 30. April 1936, gebaut wurde bis 1939, zunächst mit 611 Wohnungen. Im Volksmund heißt sie Maikäfersiedlung, wegen der kleinen Vorgärten und der sehr kleinen Wohnungen.
Solche Anlagen sind elektrisch nach demselben Muster gebaut: wenige Stromkreise je Wohnung, ein gemeinsamer Zählerraum, Steigleitungen durch das ganze Haus. Wird in einer Wohnung modernisiert, endet die Zuständigkeit an der Wohnungstür. Alles davor, also Steigleitung, Zählerplatz und Hausanschluss, gehört der Gemeinschaft.
Deshalb ist unsere erste Frage in Berg am Laim fast nie technisch, sondern organisatorisch: Geht es um Ihre Wohnung oder um das Haus? Davon hängt ab, wer beauftragt, wer zahlt und ob ein Beschluss nötig ist. Für Eigentümergemeinschaften und Verwaltungen haben wir dazu eine eigene Übersicht.