Wallbox München: Ihr E-Auto sicher zu Hause laden
Eine eigene Wallbox ist die bequemste Art, ein E-Auto zu laden, und oft auch die günstigste. Statt an der öffentlichen Säule zu warten, steckt Ihr Fahrzeug über Nacht in der eigenen Garage oder am Stellplatz an und ist morgens geladen. Wer in München sein E-Auto zu Hause laden möchte, sollte dabei jedoch nicht zur Schuko-Steckdose greifen: Haushaltssteckdosen sind für Dauerlast nicht ausgelegt und können überhitzen. Für das regelmäßige Laden ist eine festinstallierte Ladestation auf einem eigenen Stromkreis deshalb die richtige Lösung. Genau diese installiert Ihnen die Rucker Elektro GmbH, ein Elektro-Meisterbetrieb, der seit 1966 in München für saubere und normgerechte Arbeit steht.
Als Mitglied von Handwerkskammer und Innung München kennen wir die örtlichen Gegebenheiten genau, von der Altbau-Verteilung in Schwabing bis zur weitläufigen Tiefgarage im Neubau am Stadtrand. Eine Wallbox ist mehr als ein Gerät an der Wand. Sie ist Teil Ihrer Elektroinstallation und muss zu Hausanschluss, Zählerschrank und Leitungsweg passen. Wir betrachten daher immer die gesamte Anlage.
11 kW oder 22 kW: anmeldepflichtig oder genehmigungspflichtig
Die wichtigste Weichenstellung ist die Ladeleistung. Sie entscheidet über den Aufwand bei der Anmeldung und über die Kosten. Nach Paragraf 19 NAV muss jede Ladeeinrichtung dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme gemeldet werden; liegt die Summen-Bemessungsleistung über 12 kVA, braucht sie zusätzlich dessen vorherige Zustimmung. Praktisch bedeutet das: Eine 11-kW-Wallbox ist nur anmeldepflichtig, eine 22-kW-Wallbox darf erst nach der Zustimmung in Betrieb gehen. Für die allermeisten Haushalte sind 11 kW die richtige Wahl, denn das Fahrzeug lädt ohnehin über Nacht und viele Modelle nehmen einphasig oder dreiphasig gar keine 22 kW auf.
| Kriterium | 11 kW Wallbox | 22 kW Wallbox |
|---|---|---|
| Netzbetreiber | Anmeldung genügt | Genehmigung nötig (Paragraf 19 NAV) |
| Ladezeit 60 kWh Akku | etwa 5,5 Stunden | etwa 2,5 Stunden |
| Typischer Bedarf | Über-Nacht-Laden zu Hause | Schnelles Nachladen, Flotten |
| Hausanschluss | meist ausreichend | häufig Verstärkung nötig |
| Empfehlung Rucker | für fast alle Haushalte | nur bei nachgewiesenem Bedarf |
Beide Varianten brauchen einen passenden Fehlerstromschutz. Zulässig sind nach DIN VDE 0100-722 ein RCD vom Typ B oder ein RCD vom Typ A beziehungsweise Typ F zusammen mit einer Fehlergleichstrom-Überwachung nach IEC 62955. Welche Kombination die richtige ist, hängt an der Schutztechnik im Gerät und an Ihrer vorhandenen Installation. Das klären wir bei der Geräteauswahl mit Ihnen.
Anmeldung und Genehmigung beim Netzbetreiber in München
Wer eine Wallbox installiert, kommt um den Netzbetreiber nicht herum. Im Stadtgebiet ist in der Regel SWM Infrastruktur München zuständig, in vielen Gemeinden des Landkreises das Bayernwerk. Wir übernehmen die komplette Kommunikation: die Anmeldung, bei 22 kW den Zustimmungsantrag und die Dokumentation der fertigen Installation. Dazu gehört auch die Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a EnWG. Diese Regelung erlaubt dem Netzbetreiber, die Ladeleistung in seltenen Spitzenzeiten kurz zu dimmen, und gibt Ihnen im Gegenzug dauerhaft reduzierte Netzentgelte. Für Sie bedeutet das spürbar günstigere Ladekosten bei minimaler Einschränkung im Alltag.
Eine korrekt angemeldete Wallbox schützt nicht nur das Netz, sondern auch Sie. Erst die saubere Dokumentation sorgt im Schadensfall für Rechtssicherheit.
Tiefgarage und Mehrfamilienhaus: WEG-Recht in München
Viele Ladewünsche scheitern früher an der Eigentümergemeinschaft statt an der Technik. Das hat sich geändert. Nach der WEG-Reform haben Sie über Paragraf 20 WEG einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit am eigenen Stellplatz. Die Gemeinschaft darf die Maßnahme nicht grundsätzlich verweigern, sondern nur über die Art der Ausführung mitbestimmen. In Münchner Mehrfamilienhäusern mit großen Tiefgaragen ist es fast immer sinnvoller, gleich eine gemeinsame Grundinstallation mit Lastmanagement zu planen, statt jeden Stellplatz einzeln zu erschließen. So lässt sich die vorhandene Anschlussleistung intelligent auf viele Ladepunkte verteilen, ohne dass der Hausanschluss überlastet wird.
Wir liefern Ihnen die technische Planung und eine nachvollziehbare Kostenaufstellung, die Sie direkt in der Eigentümerversammlung vorlegen können. Reicht der bestehende Zählerschrank nicht aus, ist häufig eine Zählerschrankmodernisierung der erste Schritt, damit jeder Stellplatz seinen eigenen Zähler und sicheren Anschluss erhält. Wie eine Förderung im Mehrfamilienhaus aussehen kann, lesen Sie in unserem Beitrag zur Wallbox-Förderung im Mehrfamilienhaus 2026.
Lastmanagement und günstige Ladekosten
Fällt Ihre Wallbox unter Paragraf 14a EnWG, gilt sie als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Ob das zutrifft, hängt von Leistung, Inbetriebnahme und Netzanschluss ab. Wer sich auf eine reduzierte Netzentgelt-Regelung einlässt, senkt die Ladekosten dauerhaft, ohne auf Ladekomfort zu verzichten. Ein sauber eingestelltes Lastmanagement sorgt zugleich dafür, dass sich Wallbox, Herd und Wärmepumpe die verfügbare Leistung teilen und der Hausanschluss nie überlastet wird. Bei mehreren Stellplätzen in der Tiefgarage verteilt das Lastmanagement die Ladeleistung automatisch auf alle aktiven Wallboxen.
Ladeinfrastruktur für Gewerbe und Mehrparteienhäuser
Ein einzelner Ladepunkt am Einfamilienhaus ist Elektroinstallation. Mehrere Ladepunkte an einem Hausanschluss sind Ladeinfrastruktur, und damit verschiebt sich die eigentliche Aufgabe: Nicht das Gerät an der Wand entscheidet, sondern was davor liegt. Wie viel Leistung gibt der Hausanschluss her, wie viele Stellplätze sollen am Ende versorgt werden, und wie lässt sich der Verbrauch dem richtigen Nutzer zuordnen?
Diesen Teil planen und bauen wir: die Zuleitung, die Unterverteilung, bei Bedarf die Zählerschrankmodernisierung, damit jeder Stellplatz seinen eigenen Zählerplatz erhält, und das Lastmanagement, das die vorhandene Anschlussleistung auf alle aktiven Ladepunkte verteilt. Typische Fälle im Münchner Osten sind die Tiefgarage einer Eigentümergemeinschaft, Mitarbeiter- und Dienstwagenstellplätze eines Betriebs und der schrittweise Ausbau, bei dem heute zwei Ladepunkte entstehen und die Grundinstallation für zwölf bereits liegt.
Was nicht zu unserem Angebot gehört: öffentliche Ladesäulen und der Betrieb von Abrechnungsplattformen. Wir schaffen die elektrotechnische Grundlage dafür, dass jeder Stellplatz sauber gemessen werden kann. Wie wir mit Hausverwaltungen und Unternehmen zusammenarbeiten, steht auf unserer Seite für Gewerbe und Hausverwaltungen.
Wallbox und Photovoltaik: was wir machen und was nicht
Viele Anfragen kommen als Paket: Photovoltaik, Speicher und Wallbox zusammen. Damit Sie nicht erst nach einem Termin merken, ob wir der Richtige sind, hier klar getrennt. Photovoltaikanlagen bauen wir nicht. Wir planen keine Module, keine Wechselrichter und keine Speicher. Für diesen Teil arbeiten wir mit Partnerbetrieben zusammen und stellen den Kontakt her.
Den elektrotechnischen Teil drumherum machen wir sehr wohl: den Zählerplatz auf den Stand bringen, damit Erzeugung, Speicher und Ladepunkt überhaupt Platz haben, Leitungswege und Querschnitte auslegen, das Lastmanagement einstellen, damit sich Wallbox, Wärmepumpe und Haushalt die Leistung teilen, und die Wallbox so anbinden, dass sie überschussfähig arbeiten kann, wenn eine Anlage vorhanden ist oder später dazukommt. Wenn Ihre Photovoltaik also schon steht oder ein anderer Betrieb sie baut, sind wir für alles zuständig, was danach im Verteiler passiert.
Welches Modell, welche Leistung und welche Anmeldung für Sie passen, klären wir am besten vor Ort. Einen guten Einstieg bieten unsere Beiträge dazu, was Sie beim Wallbox installieren lassen beachten sollten, und wann genau eine Genehmigung erforderlich ist. Wünschen Sie eine konkrete Planung für Ihre Wallbox in München, melden Sie sich bei uns. Wir prüfen vor Ort, was Ihre Anlage hergibt, und nennen Ihnen einen verbindlichen Festpreis.